Das 4x4x4 Coupé
Mercedes CLS 350 CDI 4Matic im Test
Hochgurgl (Österreich), 10. Dezember 2010 - Genauso sicher, wie der nächste Winter kommt, genauso kontinuierlich baut Mercedes seine Allrad-Palette aus. Jüngster Spross der vierradgetriebenen Modellpalette ist der CLS 4Matic. Das viertürige Coupé ist nicht nur recht sportlich ausgelegt, sondern soll sich jetzt auch im tiefen Schnee pudelwohl fühlen. Wir haben den Mercedes CLS 350 CDI 4Matic schon jetzt über die österreichische Timmelsjoch-Hochalpenstraße gewühlt. In den Handel kommt der Wagen erst im September 2011.
Eleganz bleibt unangetastet
Optisch unterscheidet sich der Allrad-CLS nicht von seinen hinterradgetriebenen Modellgeschwistern. Nur der "4Matic"-Schriftzug am Heck verrät, dass die Motormomente bei diesem Wagen an alle vier Räder gehen. Ansonsten bleibt der CLS, was er ist: ein elegantes Coupé mit vier Türen und einem vollwertig nutzbaren Fond. Außerdem schön: das eigenständig gezeichnete Cockpit mit seinen schlanken Linien und dem perfekt sitzenden Leder-Überzug.
Regelt butterweich
Es hat die ganze Nacht heftig geschneit, über Schneemangel auf den Straßen brauchen wir uns also nicht beklagen. Ab geht es auf die Strecke. Erstmal vorsichtig, schließlich bedeuten vier angetriebene Räder einen Traktionsvorteil beim Beschleunigen, beim Abbremsen hilft der Allradantrieb natürlich nicht. Und da es links über 1.000 Meter steil nach unten geht, riskieren wir nichts. Während beim herkömmlichen CLS 100 Prozent der Antriebskraft am Heck anliegen, wandern bei unserem 4Matic-Modell 45 Prozent der Momente nach vorne. Als wir zuversichtlich etwas mehr Gas geben, ist die leichte Heckbetonung deutlich zu spüren. Das vermittelt uns ein sportliches Gefühl, und der Wagen zieht manierlich ab, obwohl er sich gerade tief durch den weißen Staub gräbt. Besonders auffällig: Zum einen reagiert der Antrieb auf Räder mit Schlupf sehr schnell, zum anderen regelt er äußerst komfortabel. Keinerlei Ruckeln verärgert die Insassen. Was steckt dahinter?