Mondeo Turnier SCi: Benzinsparen auf kleiner Flamme
Erster Benzin-Direkteinspritzer von Ford im Test: Sparen nur bei niedriger Drehzahl
Neuburg/Donau, 28. November 2003 - Konventionelle Benzinmotoren arbeiten im Teillastbetrieb oft nicht sehr effektiv. Grund: Die Drosselklappe ist nur leicht geöffnet, und ein großer Teil des Kraftstoffes wird benötigt, um deren Strömungswiderstand zu überwinden. Eine Lösung des Problems stellt der Benzindirekteinspritzer dar, der einen niedrigeren Verbrauch bei gleicher Leistung verspricht. Ford stellt nun seinen ersten Motor nach diesem Prinzip vor - im Mondeo SCi. Wir haben eine Probefahrt mit dem Auto in der Kombiversion gemacht.
Spritsparen bei Teillast
Benzindirekteinspritzer sparen vor allem bei Teillast Sprit. Dann arbeitet der Motor im so genannten Schichtladeprinzip. Dabei wird nicht der ganze Zylinder mit einem zündfähigen Benzin-Luft-Gemisch gefüllt, sondern nur die Gegend um die Zündkerze. Der größte Teil der Füllung ist sehr mager - daher der Spareffekt. Bei höherer Last wird der Zylinder konventionell gefüllt; deshalb ist dann der Verbrauch genauso hoch wie bei einem konventionellen Benziner.
Keine Quadratur des Kreises
Bei dem 130 PS starken 1,8-Liter-Motor des Mondeo SCi liegt die Grenze bei etwa 3.000 U/min, erklärt Ford. Keine besonders hohe Drehzahl für einen Benziner. Doch ist der SCi schon bei dieser Drehzahl recht durchzugsstark. Eingeschränkt beschleunigen lässt sich mit dem Mondeo SCi sogar bereits ab etwa 2.500 Touren. Der enge Drehzahlbereich zwischen 2.500 und 3.000 Touren muss also genutzt werden, um Sprit zu sparen. Damit wird klar, dass sich heftiges Beschleunigen und Spritsparen auch bei diesem Auto ausschließen. Positiv fällt auf, dass der Motor sehr leise ist. Sehr sportlich wirkt er allerdings auch bei höheren Drehzahlen nicht.